Sonntag, 25. März 2018


GRAZ – BARRIEREFREI ERLEBEN

 

…und zwar ohne Grenzen für jedermann. Das ist zumindest das erklärte Ziel der Stadt Graz. Wie weit diese „Grenzenlosigkeit für jedermann“ in der Realität geht, schauen wir uns in diesem BLOG an. Wobei auch der Verfasser dieser Zeilen natürlich nur ein Außenstehender ist, der versucht(!) sich in die Betroffenen hineinzuversetzen.

GRAZTourismus stellt beispielsweise auf der Homepage einen guten Grundstock an Informationen zur Verfügung, die einfach die aktive Teilnahme am Stadtleben ermöglichen sollen.

So ist schon die Anreise in die steirische Landeshauptstadt nicht immer ein leichtes Unterfangen. Vom Flughafen Thalerhof aus erreicht man das Stadtzentrum immerhin ohne störende Stufen und Gehsteigkanten. Die Großbaustelle um den Hauptbahnhof verursacht andererseits noch bis 2020 das ein oder andere Problem. Der Innenbereich ist allerdings schon länger fertig und vor allem, was die (teils unterirdische) Verbindung zwischen Straßenbahnhaltestelle und Bahnhofsgelände betrifft durchaus gelungen.

Über Verfehlungen der GrazLinien beim taktilen Leitsystem für blinde und seheingeschränkte Personen oder defekten Bildschirmen, die besonders für gehörlose- und gehöreingeschränkte Menschen wichtig sind, gab es in der Vergangenheit manchmal Schlagzeilen. Insgesamt ist man hier aber bemüht, sich auf die speziellen Bedürfnisse einzustellen und zwar auch, aber nicht nur was Ermäßigungen bei den Fahrpreisen betrifft.

In einer fremden Stadt ist es sicher schon jedem einmal passiert, dass man bei der Suche nach einem WC (fast) verzweifelt ist. Wie wenig „spaßig“ eine derartige Suche werden kann, wenn man auch noch mit einer Beeinträchtigung durchs Leben geht, sollte jedermann einleuchten. Daher macht ein Stadtplan, auf dem unter anderem brauchbare Toiletten einfach zu finden sind, natürlich unbedingt Sinn.

Planung ist im Allgemeinen, genauso wie im speziellen Beispielsfall einer Besichtigungstour, sowieso das A&O. Denn ein solches Sightseeing birgt in einer historisch gewachsenen
(Alt-)Stadt wie Graz diverse Hindernisse. Pflastersteine, steil ansteigende Gassen oder Schotterwege sind logischerweise nicht der ideale Untergrund für einen Rollstuhl.

Wie schon erwähnt gibt es also immerhin die Möglichkeit sich umfassend zu informieren. Ich wünsche jedenfalls allen Betroffenen, dass die angepriesenen Hilfen im Alltag dann auch wirklich funktionieren.

Im Hotel GOLLNER sind Menschen mit Behinderung selbstverständlich seit jeher willkommen und eigentlich konnten wir, bei rechtzeitiger Vorabinformation, immer ein für die jeweiligen Bedürfnisse das geeignete Zimmer finden. In wenigen Wochen steht dann außerdem auch noch ein weiteres, vollkommen neues Zimmer zur Verfügung, bei dem auf Barrierefreiheit besonderen Wert gelegt wurde.

Wenn Du schnell gehen willst, geh' alleine.
Wenn Du weit kommen willst, geh' gemeinsam.

(Afrikanisches Sprichwort)

www.graztourimus.at
www.holding-graz.at

Sonntag, 18. Februar 2018


VERANSTALTUNGSHIGHLIGHTS IM MÄRZ 2018

 

Nicht, dass das Jahr 2018 bis jetzt arm an tollen Veranstaltungen gewesen wäre. Aber im März, noch ehe der Frühling (hoffentlich) den Winter endgültig ablöst, startet das Programm noch einmal richtig durch! Elektronische Musik, Musical, Tiere, Autos, Film, Exotisches, Comedy u.s.w., u.s.w.. Es müsste also wirklich sogar für besonders kritische Geister ein, dem jeweiligen Geschmack entsprechendes, Event zu finden sein.
Der Verfasser dieser Zeilen hat schon lange zwei Termine rot im Kalender angestrichen, die bereits zu Beginn des Monats einen Besucheransturm auslösen werden. Genau genommen sogar schon am
28. Februar: zum einen wird der großartige FALCO posthum mit einem Musical gefeiert, das sich dem Gedenken an seinen Todestag vor 20 Jahren als absolut würdig erwiesen hat; zum anderen wird Graz wieder eine halbe Woche vom ELEVATE-„Fieber“ erfasst. Das Festival  bietet eben nicht „nur“ elektronische Musik vom Feinsten, sondern möchte über das mehrtägige Party machen hinaus, auch für einen politischen Diskurs sorgen. Und zwar auf sehr sympathische Art, denn es gibt ein tolles Miteinander ohne Berührungsängste zwischen den alles andere als abgehobenen Künstlern, den Veranstaltern und natürlich den Besuchern. Ein richtiger Star, wenn auch nicht im herkömmlichen Sinne, wird dieses Jahr allerdings mit großer Spannung erwartet: der Whistleblower Julian Assange. Wer sich das Gespräch mit ihm nicht entgehen lassen möchte, sollte den Eröffnungsfeierlichkeiten im Grazer Orpheum beiwohnen.
Die Opernpremiere „Ariane et Barbe-Bleue“ am 3. März ist dem ganzen Hotel GOLLNER-Team ein Anliegen, da wir die Ehre haben sowohl den musikalischen Leiter Roland Kluttig, als auch die für die Inszenierung verantwortliche Nadja Loschky und die „Ariane“ Manuela Uhl unsere Gäste nennen zu dürfen. Es versteht sich jedoch von selbst, dass es noch zahlreiche andere Gründe dafür gibt, sich Karten für dieses Highlight (oder eine der darauf folgenden Aufführungen) zu sichern. Allen Opernliebhabern, die nach einer geeigneten Unterkunft in Graz suchen, möchten wir an dieser Stelle außerdem unser Opernpackage ans Herz legen.
Abgesehen von ein paar schon bewährten Publikumsmagneten wie der AutoEmotion-Messe,
André Hellers‘ Erfolgsshow Afrika!Afrika! oder der Diagonale geben sich auch noch
zwei Showgrößen aus Deutschland die Ehre, die in der Steiermark nicht ganz so häufig zu sehen sind. Mit Gewalt Gemeinsamkeiten zwischen Comedian Kaya Yanar und Sänger Max Raabe zu suchen wäre an dieser Stelle vollkommen verfehlt. In Puncto Bekanntheitsgrad steht der eine dem anderen jedenfalls nichts nach, auch wenn beide aus völlig unterschiedlichen Genres kommen. Raabe („Der perfekte Moment…wird heute verpennt.“) kommt mit seinem Palastorchester am
14. März in die Stadthalle – Yanar stellt am 8. März in der Helmut List Halle sein neues Programm „Ausrasten! für Anfänger“ vor.
Man könnte noch so vieles aus dem Reigen der Veranstaltungen im März 2018 herausgreifen, aber nun haben Sie wenigstens einen kleinen, aber feinen Querschnitt und einige schwergewichtige Gründe Graz und seine Spielstätten zu besuchen.
Das Hotel GOLLNER-Team wünscht Ihnen viel Freude dabei und die Wahrscheinlichkeit einem oder mehreren aus diesem Team, auf einem der Events zu begegnen ist immens hoch…
ELEVATE, Oper Graz,

Montag, 5. Februar 2018




FREIES WLAN IN GRAZ


Damit wirklich jeder versteht, worum es sich bei WLAN handelt, hier vorweg eine kurze Erklärung: „WLAN“ ist weder ein Schreibfehler, noch eine seltene Krankheit, sondern kommt wie so viele technologische Begriffe aus dem Englischen, ist die Abkürzung für WirelessLocalAreaNetwork. Also ein drahtloses (bzw. kabelloses) lokales Netzwerk (d.h. Funknetz), das ein wenig dem Aufbau eines Mobilfunknetzes ähnelt. Um sich mit seinem Handy oder Tablet mit diesem lokalen Netzwerk verbinden zu können, braucht man einen sogenannten Wireless Access Point (meistens ein Router).
In Graz ist es sinnvoll als erstes die Gratis-App FREEGRAZWLAN herunterzuladen, um schnell einen der über 100 Access Points finden zu können. Diese App bietet einen umfassenden Gesamtüberblick, in dem auch Gastronomiebetriebe, Bibliotheken oder Hotels angegeben werden.
Speziell in der Innenstadt hat die Stadt Graz in den letzten Jahren wirklich viel für den Ausbau des Netzes getan. Deshalb kommt man hier auch wunderbar mit dem kostenlosen Service der Holding Graz, namens freeGRAZwifi, aus. An allen beliebten Orten, wie z.B. in und um Sehenswürdigkeiten, Museen, Aussichtsplätzen oder Sportstätten, stehen mit moderner Glasfasertechnologie Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit zur Verfügung. Außerdem sollen spezielle Filter beim Surfen für die nötige Sicherheit sorgen. Für die Einwahl sind keinerlei Registrierung, kein Passwort oder gar die Eingabe persönlicher Daten notwendig. Bevor man im Internet surfen, seine Emails checken oder Videos streamen kann, muss man lediglich freeGRAZwifi als WLAN-Hotspot auswählen, sowie kurz die Nutzungsbedingungen lesen und akzeptieren.
Was in der steirischen Landeshauptstadt nun seit längerem stetig optimiert wurde, ist im Hotel GOLLNER seit Jahren Standard! Alle Gäste genießen im ganzen Haus kostenlosen, unbegrenzten WLAN-Zugang. Einfach den Code an der Rezeption erfragen und schon kann losgesurft werden. Falls jemandem das noch nicht genug sein sollte, haben wir im ersten Stock zusätzlich einen gemütlichen Businesscorner eingerichtet. Hier steht auch ein PC zur freien Verfügung.
Egal ob auf Ihrem Hotelzimmer, am PC in unserem Businesscorner, am Hauptplatz oder etwa am Schlossberg – hoffentlich verfolgen Sie auch den nächsten BLOG mit Interesse…


www.freegrazwifi.at


 www.graztourismus.at

Montag, 8. Januar 2018


OPER GRAZ

vs.

HOTEL GOLLNER GRAZ

2018

 

Der Jahreswechsel mit der Operette „Eine Nacht in Venedig“ von Johann Strauß, ist ebenso wie das von Chefdirigentin Oksana Lyniv dirigierte Neujahrskonzert, unter dem Titel

Classic meets Jazz“, schon wieder Geschichte. Die Grazer Oper geht in ein neues Jahr und vom Abonnementbesitzer bis zum Kurzentschlossenen erwarten schon alle gespannt was der neue Spielplan 2018 zu bieten hat.

Vorweg muss man allerdings die Opernredoute hervorheben, da sie dieses Jahr ihr

20-jähriges Jubiläum feiert. Der am 27. Jänner stattfindende Ball hat sich ja im Laufe der letzten zwei Dekaden zu dem gesellschaftlichen Höhepunkt des Jahres gemausert und der „runde Geburtstag“ wird auf die nationale Prominenz sicher zusätzliche Anziehungskraft haben.

Als erste Produktion im neuen Jahr feiert am 13. Jänner „Ragtime“, das Musical der Saison, Premiere. In der Reihe OpernKurzgenuss folgt am 20. Jänner „Die menschliche Stimme“ von Francis Poulenc in der Needle, im Kunsthaus. Im März stehen das Ballett „Wunderlich!“, eine Hommage an den Jahrhundertsänger Fritz Wunderlich, sowie „Ariane et Barbe-Bleue“, eine französische Oper von Paul Dukas am Programm.

Egon Schiele, Gustav Klimt und Leonard Bernstein – diese drei großartigen Künstler haben 2018 eine wichtige Gemeinsamkeit: sie alle wären 100 Jahre alt geworden. In Gedenken an Leonard Bernstein feiert (ebenfalls im März) „Candide“, eine konzertante Aufführung mit der auch aus dem TV bekannten Burgschauspielerin Maria Happel, Premiere. Am 7. April folgt die Premiere von Gioachino Rossinis „Il viaggio a Reims“ und am 5. Mai die letzte Ballettpremiere der Saison 2017/18: „Ein Sommernachtstraum“ – nach William Shakespeares gleichnamiger Komödie, zur Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy. Choreographiert wird dieser Klassiker von einem Gast/Freund des Hotel GOLLNER:

Herrn Dir. Jörg Weinöhl, was uns natürlich besonders freut.

Der letzte OpernKurzgenuss der Saison, „Apollo e Dafne“ von Georg Friedrich Händel, ist ab 15. Mai im Landhaushof zu sehen und zu hören.

Die Reihe „Opern der Zukunft“ in Kooperation mit der Kunstuniversität Graz zeigt ab 27. Mai unter dem Titel „Im Feuer ihres Blutes“ vier Kurzopern zeitgenössischer Komponisten.

María de Buenos Aires“, eine Tango-Oper von Astor Piazzolla, bringt einen sommerlichen Abschluss der Spielzeit, ab 14. Juni auf der Schloßbergbühne auf den Kasematten.

Bei dieser hochwertigen Auswahl sollte es nicht schwer fallen, ein kulturelles Programm zu finden, dass einen schönen Graz-Besuch zu einem richtigen Highlight werden lässt. An dieser Stelle kommt das Hotel GOLLNER mit seiner Nähe zur Oper Graz ins Spiel. Weil diese Nähe auch, aber nicht nur, eine geographische Komponente hat, konnten wir gemeinsam für Sie das Opern-Package 2018 schnüren. Bei Interesse informiert Sie unsere Rezeption gerne rund um die Uhr über die Vorteile und Details. Starten wir zusammen in ein tolles Opernjahr 2018!

 

 

Montag, 20. November 2017


NEUIGKEITEN UND TIPPS

 IM

 GRAZER ADVENT 2017

 

Der Grazer Advent 2017 beginnt bereits am 17. November. Jedes Jahr werden immer mehr Besucher von der schönen, teils betriebsamen, teils besinnlichen Atmosphäre angezogen. Sowohl den auswertigen Gästen, als auch den Einheimischen wird ja auch einiges geboten. Einige Fixpunkte, wie

die Weihnachtsmärkte, die Eiskrippe im Landhaushof, die Adventbim u.v.m. sind nicht mehr wegzudenken, aber die Verantwortlichen von GrazTourismus haben sich in Zusammenarbeit mit anderen auch etliche Neuerungen einfallen lassen, auf die man schon gespannt sein darf.

Gespannt sind die Grazer auch jedes Jahr auf den riesigen Christbaum, der während der Adventzeit den Hauptplatz schmückt. Das über 20 Meter hohe Prachtstück ist eine 60 Jahre alte Weisstanne, die in der Oststeiermark geschlägert und von der

Diözese Graz-Seckau (passenderweise zum 60-jährigen Jubiläum) gespendet wurde. Die feierliche Illumination des Baumes findet am 2. Dezember um 16:30 Uhr, also genau während der zu dieser Jahreszeit einsetzenden Dämmerung, statt.

Da das „Aufsteirern“ im Herbst inzwischen zu einem absoluten Besuchermagnet geworden ist, wird diese „trachtige“ Erfindung als „Aufsteirern Advent am Schlossberg“ im Winter sozusagen wiederbelebt. Mit herrlichem Blick auf Graz werden hier Kerzenziehen, eine Engerlbackstube, eine Märchenwanderung, ein Weihnachtsliedersingen für Kinder u.v.m. angeboten.

Musikalische Darbietungen in allen Variationen sind ohnehin ein ganz wichtiger Bestandteil des Grazer Advents. Das größte Angebot hat man traditionellerweise bei Chorgesängen aller Art. Im schönen Ambiente des Landhaushofes, inklusive Eiskrippe, findet den ganzen Dezember der Chor-Advent statt. Beim samstäglichen Rathausbalkonsingen am Hauptplatz werden die Zuhörer auch zum Mitsingen animiert. Abseits von Chor- und Gospelgesang gibt es für Pop- und Rock-Fans

Live-Instrumentalmusik am Färber- und Südtirolerplatz. Sogar Schlagerfans kommen nicht kurz und werden am Mariahilferplatz bedient. Last but not least kann man seinen Glühwein oder –most auch bei einem DJ-Set genießen: jeden Donnerstagabend am Franziskanerplatz, jeden Freitagabend am Färberplatz.

In der Adventzeit sind auch die Grazer Kirchen frequentierter als sonst und zwar aus gutem Grund. Ein Weihnachtskonzert in dieser Atmosphäre ist auch, aber sicher nicht nur wegen der hervorragenden Akustik, ein besonderer Hörgenuss. Die steirische Hauptstadt hat ja auch wirklich einige wunderschöne Gotteshäuser, die einen sakralen Rahmen bieten, der für solche Darbietungen nicht passender sein könnte.

Damit möglichst viele Menschen das tolle Ambiente in der Grazer Innenstadt voll auskosten können, dadurch aber kein Verkehrschaos entsteht, gibt es mehrere Möglichkeiten die „Öffis“ zu äußerst günstigen Konditionen, oder überhaupt kostenlos zu nutzen. Im Gegensatz zu den „Gratis-Adventsamstagen“, gelten die zwei folgenden Angebote sogar bis 28. Februar 2018: 1.) das „2+1-Einstiegsticket“ – eine 3-Monatskarte zum Preis von 2 Monaten und 2.) „Stundenkarte=Tageskarte“ – jeden Freitag gilt eine Stundenkarte den ganzen Tag. Zusammen mit der bereits etablierten und beliebten Gratis-Bim, um den Haupt- und Jakominiplatz, sind das wirklich viele Gründe dafür, den PKW zu Hause stehen zu lassen.

Sinnvoller wäre es das Auto für einen Ausflug, zu einem der höchst sehenswerten Adventmärkte rund um Graz zu benutzen. Die ländlichen Weihnachtsmärkte haben wieder einen ganz anderen, besonderen Charme. Empfehlenswert sind sicher der

Kesselfall-Adventmarkt in Semriach, das Freilichtmuseum in Stübing, der begehbare Adventkalender in Kalsdorf oder der Markt am Frohnleitner Hauptplatz, um nur einige Beispiele zu nennen.

Vergessen Sie jedenfalls nicht, sich für die Zeit Ihrer Lieblingsveranstaltungen, ein Zimmer im Hotel GOLLNER zu sichern. Unser Team erwartet sie schon in „adventlicher Stimmung“!

 

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Mittwoch, 2. August 2017


HANDBRAUEREI FORSTNER - ein („Noch“-)Geheimtipp im Süden von Graz

 

Parallel zum zweitgrößten Fluss Österreichs führt über 457 km der Murradweg. Das bedeutet, dass man theoretisch vom Nationalpark Hohe Tauern, der noch im Bundesland Salzburg liegt, bis nach Kroatien, wo die Mur in die Drau mündet, immer entlang des R2 fahren könnte. Es gibt auch mit hoher Wahrscheinlichkeit besonders gut trainierte Mitmenschen, die das  schon getan haben.

Hier geht es aber zum einen nur um den kleinen Abschnitt zwischen Graz und Kalsdorf und zum anderen vor allem um die in Kalsdorf befindliche Craftbierbrauerei Forstner. Ein ideales Ziel für einen netten kleinen Ausflug vom Hotel GOLLNER aus, wo man Ihnen auch gerne beim Ausborgen von Fahrrädern behilflich ist.

Der Begriff Craft Beer kommt ursprünglich aus den USA (woher auch sonst?!) und bedeutet einfach, dass das Bier handwerklich, unabhängig von großen Brauereikonzernen, regional hergestellt wird. Viele traditionsreiche Biere in Europa unterscheiden sich leider nicht mehr im Geschmack, sondern nur mehr beim Flaschenetikett. Welche Vielfalt bei Geschmack und Sorten möglich ist, können Interessierte bei einem Besuch der Handbrauerei Forstner herausfinden.

Der inzwischen leider verstorbene Gründer Gerhard Forstner beschloss im Jahr 2000, nachdem er das Einheitsbier satt hatte und einige Versuche am heimischen Küchenherd gut funktionierten, sich als Brauer selbstständig zu machen.  Gerhard war aber nicht nur als Brauer ein Pionier, sondern auch schon davor in vielen anderen Gebieten. So war er Optikermeister und stellte Schildplatt Brillen her. Als einer der ersten Biobauern, reiste er nach Japan um sich Sojareis anzusehen, um dann für sich und seine Familie Tofu und Gluten herzustellen. Das Wissen floss dann auch in die Landwirtschaft ein und der Bio-Bauernhof wuchs zu einem Vorzeigebetrieb heran.

Seine große Leidenschaft war jedoch das Bierbrauen und obwohl die Qualität stetig besser wurde, tätigte er selbst nach Jahren den Satz: “Bis heute habe ich geglaubt, dass ich Bierbrauen kann!”. Diesem Ausspruch im Jahr 2006 war ein Schlüsselerlebnis vorausgegangen, nämlich eine Belgienreise zusammen mit dem Bierexperten und

Standard-Kolummnisten Conrad Seidl. Nach diesem “Auslandssemester in Bierkunde” fingen zu Hause in Kalsdorf die Experimente an, die in weiterer Folge zu vielen national- und international renommierten Preisen führten. So wurde das Forstner-Bier mehrmals Staatsmeister der Kleinbrauereien, gewann 2012 die World Beer Challenge in Estoril und 2014 den Global Craft Beer Award.

Gottseidank konnte er sein ganzes Wissen noch zu Lebzeiten an seine Frau Elfriede weitergeben, die seit seinem Tod 2014 den Betrieb in seinem Sinne weiterführt.

Man sollte sich einfach durch das ganze Sortiment durchprobieren! Vielleicht mit dem

“alltagstauglichen” Blond Ale beginnen. Danach das etwas “exotischere” Chili Hot Beer oder das Lucky Ginger. Als Steirer muss man natürlich das Styrian Ale versuchen, bevor man nach einem Whisky-Rauchmalzbier namens Gammon, oder einem Indian Pale Ale amerikanischer Art namens Illuminatus, zu den Starkbieren, mit 9,5% voL und mehr, kommt. Zum krönenden Abschluss ein Brewsecco (ja, Sie lesen richtig!): Starkbier nach belgischer Art, händisch gefüllt, drei verschiedene Hopfensorten aus drei verschiedenen Kontinenten, Flaschengärung mit Champagnerhefe und Degorgierung nach originaler Champagnermethode.

Auch so kann man Bier genießen. Allerdings leider nur Donnerstags und Freitags, jeweils von 17 bis 23 Uhr. Gegen Voranmeldung gibt es aber auch Ab-Hof-Verkauf, Führungen und Verkostungen. Hopfen und Malz – Gott erhalt’s!”

Donnerstag, 27. April 2017



MUSEUMSPICKNICK IM GRÜNEN – Universalmuseum Joanneum

Diese hervorragende Idee geht von den Verantwortlichen des
Universalmuseum Joanneum aus. Die vier Standorte, an denen Kultur, Natur und Kulinarik in idealer Weise miteinander verbunden wird, sind aber auf ebenso viele Gegenden in der Steiermark verteilt. Konkret können sich Interessierte, neben spannenden Führungen, einen Picknickkorb mit regionalen Köstlichkeiten zu einem fairen Preis zusammenstellen.
Zur Auswahl stehen lauter wunderschöne Ausflugsziele, die auch so, ohne zusätzliche Anreize, locker einen Besuch wert wären. Die verschiedenen, wählbaren Picknick-Variationen sind sozusagen das Tüpfelchen auf dem i.
So weit so gut, doch nun beginnt die Qual der Wahl (wobei es natürlich weit schwierigere und härtere Entscheidungen im Leben gibt)!
Welcher Standort soll es sein? Das Grazer Schloss Eggenberg mit seinem historischen Garten; das Jagdmuseum Schloss Stainz, mitten im Weststeirischen Weingebiet; der Österreichische Skulpturenpark in Unterpremstätten, wo auf einem 7 Hektar großen Areal, mehr als
70 Kunstobjekte äußerst renommierter Künstler stehen; oder das
Geburtshaus von Peter Rosegger, mit der dazugehörigen Umgebung in Alpl.
In den fünf Prunkräumen des Schloss‘ Eggenberg wird man unter dem Titel „…indessen ist man doch vergnügt!“ über die Welt des Rokoko informiert, oder man lässt sich im Schlosspark durch „einen Garten im Wandel“ führen. Alle vier teilnehmenden Gastronomiepartner haben sich, was die Zusammenstellung der Picknickkörbe betrifft, wirklich etwas einfallen lassen. Eine Picknick-Decke ist bei allen Standorten inkludiert, in Eggenberg können bei plötzlichem Regen die „steirischen“, „italienischen“ oder „vegetarischen“ Fresskörbe im Café Pavillon genossen werden.
Sollte die Führung „Quer durch den Park“ im
Österreichischen Skulpturenpark, mit anschließendem Picknick, wegen Schlechtwetter nicht stattfinden können, wird ein anderer Termin angeboten, oder der bezahlte Preis zur Gänze refundiert. Dieses Angebot gilt ohnehin für alle Veranstalter, aber nur im Skulpturenpark gibt es keine überdachte Gastronomiestätte für den Fall, dass es auf einmal zu schütten beginnt.
Das Jagdschloss Stainz ist schon von außen ein weit sichtbarer prachtvoller Bau. Besucher der Führung „Alles zum Thema Jagd“ im Jagdmuseum haben sozusagen die Möglichkeit hinter die Kulissen zu blicken. Danach gibt es eine „Jäger-Jause“ (oder „Vegie-Jause“) mit diversen „wilden“ Schmankerln, die man unter schönen, alten und daher sehr hohen Kastanien- und Nussbäumen einnehmen kann.
In Roseggers Waldheimat lässt einem schon der Titel der Führung das Wasser im Mund zusammenlaufen: „Eierkuchen, Sterz und Grubenkraut“. Hier kann man Wissenswertes über die bäuerliche Küche von Damals und Roseggers Lieblingsspeisen erfahren, bevor man zum Picknick mit „Brettljause“ oder „Backhendl“ aufbricht.
Wie Sie an die Gutscheine für das Museumspicknick im Grünen und alle weiteren Informationen kommen, erfahren Sie unter
Telefonnummer +43-699/1339-5041.
Die Preise beinhalten die ausgesuchte Führung sowie einen Picknick-Korb nach Wahl und bewegen sich zwischen 43,- und 58,- Euro für 2 Personen; zwischen 62,- und 82,- Euro für 3 Personen bzw. zwischen 86,- und 104,- Euro für
4 Personen.
Die ersten Termine gibt es im Mai, der hoffentlich der oft zitierte „Wonnemonat“ sein wird…