Dienstag, 22. November 2016



ADVENT 2016 IN GRAZ

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, was man auch daran merkt, dass am
27. November schon der 1. Advent im Kalender steht. Das bedeutet, dass ein umfangreiches Angebot auf alle Besucher der steirischen Landeshauptstadt wartet. Nachdem es ja teilweise schon im
September (oder sogar noch früher) die ersten Weihnachtskekse
und –Dekorationen in manchen Supermärkten zu kaufen gab, ist nun tatsächlich der Zeitpunkt gekommen, um sich auf Weihnachten und den Jahreswechsel einzustimmen und zu freuen.
Die Vorbereitungen für den Grazer Advent laufen ja schon seit Wochen auf Hochtouren: die Buden wurden aufgebaut; der Baum (eine Fichte von rund 28 m Höhe) wurde aus der Obersteiermark geholt und am Hauptplatz aufgestellt; Krippen wurden gestaltet; vieles wurde gereinigt und geschmückt und die Beleuchtungen wurden montiert, damit unter anderem die Rathaus-Fassade, ab Beginn der Dämmerung, als riesiger Adventkalender erstrahlen kann.
Die vielen Advent- und Christkindlmärkte haben ihre Eröffnung bereits hinter sich und noch ein absolutes Highlight ist schon ab dem
26. November zu bestaunen: die Eiskrippe im Landhaushof. Die Eiskunst hat ihren Namen in diesem Fall wirklich verdient und durch das besondere Licht und dem Flair zwischen den Arkaden, sollte der Landhaushof unbedingt ein Fixanlaufpunkt für alle Besucher der Grazer Innenstadt sein.
Die große Anzahl an Märkten habe ich an dieser Stelle schon einmal genauer vorgestellt. Keiner gleicht dem anderen, alle sind einen Besuch wert. Hinweisen möchte ich vor allem auf den Karmeliter- und
den Mariahilferplatz, weil sich beide Örtlichkeiten für Kinder besonders lohnen. Die Kinder-Winterwelt bietet auf und neben dem vorhandenen Eislaufplatz eine Vielzahl an Aktivitäten. Im Wonderlend am Mariahilferplatz wiederum steht das bei den Jüngsten äußerst beliebte Riesenrad.
Selbst die Verantwortlichen der öffentlichen Verkehrsmittel haben sich etwas einfallen lassen für die Vorweihnachtszeit. Zum einen gibt es
die Adventbim: eine festlich geschmückte Straßenbahn aus dem Tramway-Museum, mit der man kostenlos fahren kann. Zum anderen
den Adventzug durch die Altstadt: ein kleiner Bummelzug, auf dem man sich für 2,-(Erwachsene) bzw. 1,-(Kinder) Euro eine Zeit lang ausruhen kann, wenn die Füße schon wehtun.
GrazTourismus bietet Adventführungen (teilweise auch auf Englisch) an, die ebenfalls sehr begehrt sind. Daher unbedingt rechtzeitig anmelden!
Es gibt jedenfalls eindeutig genug Gründe im Dezember 2016 einen
Graz-Besuch zu machen. Abschließend legt das Hotel GOLLNER auch noch einen drauf:
das Adventpackage – 3 Nächte bleiben, 2 Nächte zahlen –
Ermäßigung für die Adventrundgänge –
buchbar von 18. November bis 18. Dezember 2016.

Dienstag, 30. August 2016



ÖSTERREICHISCHER SKULPTURENPARK

Bevor Herbst und Winter Einzug halten und Aktivitäten im Freien im weniger werden, sollte man das meist recht gute September-Wetter unbedingt noch für einen Besuch im Österreichischen Skulpturenpark, südlich von Graz, nutzen. Der vom Universalmuseum Joanneum betriebene Park bietet noch bis Oktober (täglich 10 – 20 Uhr) Kulturgenuß im Grünen. Da sich das Universalmuseum auf die Fahnen geschrieben hat, diesen Kulturzugang auch Menschen zu ermöglichen, deren finanzielle Möglichkeiten begrenzt sind, kann man bei freiem Eintritt (!) die Arbeiten namhafter heimischer Künstler, wie Fritz Wotruba, Franz West, Erwin Wurm, Heimo Zobernig oder Hans Hollein ebenso bewundern, wie jene internationaler Szene-Berühmtheiten (z. B. Yoko Ono, Jeppe Hein, Nancy Rubins, Susana Solano u.a.).
Die 2003 eröffnete Anlage wurde vom Landschaftsarchitekten Dieter Kienast entworfen und bietet auf rund 7 Hektar über 60 zeitgenössischen Skulpturen Platz.
Die Präsentatoren möchten zeigen, dass etwas Neues entsteht, wenn Kunst und Natur in Verbindung treten. Der Garten als vom Menschen gestaltete und doch natürlich wachsende Struktur geht mit Skulpturen, die unter freiem Himmel der Witterung ausgesetzt sind, eine einzigartige Beziehung ein. Es wird sozusagen im Laufe der Zeit eine immer länger werdende Geschichte erzählt, in der sich aber permanent etwas verändert. Mario Terzics Skulptur, die stetig wachsende Arche aus lebenden Bäumen, ist der Inbegriff der Auseinandersetzung und Harmonie zwischen Natur und Skulptur und daher ein ideales Beispiel für die Idee, die hinter dem Österreichischen Skulpturenpark steht.
Am 11. September, kurz vor Schulbeginn, gibt es noch einen zusätzlichen Anreiz den Park aufzusuchen: das Spätsommerfest 2016. Zwischen 14:00 und 17:00 Uhr kann man noch einmal die entspannte Atmosphäre einer Feier unter freiem Himmel, inmitten von Kunstwerken, genießen. Das Berggartencafé, das nur bei  derartigen Events geöffnet ist, kann man auch für private Veranstaltungen buchen. Und noch ein kleiner Tipp für alle „Heiratswütigen“: auch Hochzeiten samt standesamtlicher Trauung können hier abgehalten werden.
Ich hoffe wir konnten Ihnen einen Besuch schmackhaft machen. Im
Hotel GOLLNER ist man Ihnen wie immer auch gerne bei allen sonstigen Fragen behilflich, die in den vorangegangenen Zeilen nicht beantwortet wurden.




Österreichischer Skulpturenpark
Thalerhofstraße 85 
8141 Premstätten, Österreich
 
T +43-316/8017-9704
 
skulpturenpark@museum-joanneum.at



Montag, 25. Juli 2016



DIE LURGROTTE – ein unterirdisches Juwel, ganz in der Nähe von Graz

Wie oft hat sich manch einer, während der (schwül-)heißen Tage der letzten Wochen, gedacht: „jetzt wäre es herrlich sich in eine kühle Höhle zurückziehen zu können!“. Die gute Nachricht: nur wenige Kilometer von Graz entfernt, im weiten Talkessel von Semriach, gibt es diese Möglichkeit in Form der LURGROTTE.
Es ist, mit einem fünf Kilometer langen Höhlensystem, die größte aktive Wasserhöhle Österreichs. Um richtig in dieses Höhlensystem einzutauchen, folgt man anfangs einfach dem Gurgeln des Lurbaches, der jedoch bald in den noch unbekannten Tiefen der Grotte verschwindet.
Durch schmale Gänge, Grotten und Nischen führt der Weg – stets begleitet vom Tropfen des Wassers – zur Bärengrotte, in der Knochen des Höhlenbären gefunden wurden, der in der Eiszeit in Mitteleuropa lebte und vor vielen Jahrtausenden ausgestorben ist. Bald erreicht man den
Großen Dom, den Höhepunkt der Führung. Beeindruckend ist vor allem seine Größe: Mit 120 Metern Länge, 80 Metern Breite und einer Höhe von 40 Metern gehört er zu den größten Höhlendomen Mitteleuropas.
Ein Mann namens Max Brunello konnte, am 1. April 1894, erstmals bis zu diesem Großen Dom vordringen und gilt daher als der „echte“ Entdecker der LURGROTTE.
Während des Sommers (im Winter muss auf den Schlaf der Fledermäuse Rücksicht genommen werden) wird dieser Höhepunkt der Führung auch noch mit speziellen Lichteffekten und klassischer Musik untermalt, wodurch eine Stimmung entsteht, die sicherlich mit nichts anderem vergleichbar ist.
Eine Führung in der LURGROTTE hat einfach insgesamt viel zu bieten: bizarre Sinterbildungen und Tropfsteine von einzigartiger Schönheit mit gewaltigen Felsdomen und unterirdischen Felsschluchten.
Die Hauptführungen (Erwachsene € 7,50; Kinder € 5,-) finden täglich um 11 Uhr, 14 Uhr und 15:30 Uhr statt.
Die LURGROTTE ist jedenfalls eine echte Alternative zu jedem Freibad! Einfach einmal ausprobieren…





Montag, 4. Juli 2016



DIE MUR – Lebensader mitten durch Graz!

Die Mur fließt durch Österreich, Slowenien, Kroatien und Ungarn und in Teilen ihres Verlaufs bildet sie auch die Grenze zwischen jenen vier Staaten.
Die Mur entspringt südöstlich des Murtörls (2260 m) in der so genannten Schmalzgrube auf einer Höhe von 1898 Metern im Salzburger Lungau, fließt weiter als Hauptfluss durch die Steiermark und bildet die Grenze zu Slowenien. Im weiteren Verlauf wird sie auch zum Grenzfluss zwischen Slowenien und Kroatien, sowie Kroatien und Ungarn, bevor sie nach 453 km bei Legrad in die Drau mündet.
Bis in die 80er Jahre zählte die Mur, aufgrund der an ihren Ufern angesiedelten Papier- und Schwerindustrie, zu den am stärksten verschmutzten Flüssen Österreichs. Das sieht heutzutage gottseidank ganz anders aus. Speziell im Großraum Graz und südlich davon ist die Gewässergüte absolut zufriedenstellend, was auch die Rückkehr einiger sensibler Fischarten beweißt. Im Jahr 2015 wurde die Mur außerdem für den
Thiess International Riverprice nominiert.
Aus dem Stau des Murkraftwerks Graz-Weinzödl (es gibt noch viele andere Kraftwerke entlang des Flusses) wird der Grazer Mühlgang ausgeleitet, der auf 23 km etwa ein Dutzend Kleinkraftwerke antreibt. Auf Höhe der Taggermühle vermodern alte, hölzerne Mühlräder im Mühlgang. Dies ist deswegen erwähnenswert, weil dadurch ein Schwall entstand, der inzwischen zum Flusssurfen genutzt wird. Was uns zum eng mit der Mur verbundenen (Wasser)sport führt.
Denn abgesehen vom Surfbrett wird beispielsweise auch das Paddelboot, unterhalb der
Erzherzog-Johann-Brücke und der Radetzkybrücke, zum Freitzeitspaß genutzt. 2003 fand hier sogar die Paddel-Rodeo-Weltmeisterschaft statt. Neben einem Paddelbootverleih existiert ein Ruderclub und natürlich auch der Radwanderweg entlang der Mur. Der 365 km lange Murradweg ist sehr frequentiert, wird ebenso von Läufern und Inlineskatern genutzt.
Im Bezirk Liebenau wurde des Weiteren ein 1,2 km langes Naherholungsgebiet angelegt: die Murpromenade Graz-Süd. Neben zahlreichen Aussichts- und Flussdecks, sowie einem Bootshafen, wurde insgesamt auch auf eine naturnahe Ufergestaltung Wert gelegt, was man am artenreichen Eisbachbiotop sehen kann.
Vom Hotel GOLLNER aus ist die Mur in 5 Minuten erreichbar. Viele unserer Gäste nutzen dies bereits seit langem, um einen Spaziergang oder einen Morgenlauf zu machen. Ein so schönes Gewässer wertet eine Stadt einfach auf – eine Lebensader mittendurch die Stadt!






Dienstag, 5. April 2016



„Der Sturm“ – von William Shakespeare
im Grazer Schauspielhaus

Man kann sich als kulturbegeisterter Grazer wahrlich nicht beklagen. Es würde ewig dauern alle Stilrichtungen aufzuzählen, aus denen man als Interessierter in der steirischen Kulturszene einfach auswählen kann. Von traditionell und klassisch bis hin zu hochmodern, von kleinen Nischen bis hin zum großem Mainstream ist wirklich alles vorhanden. Die Werke von William Shakespeare (1564-1616) gehören sicher zu den absoluten Klassikern auf den Theaterbühnen dieser Welt. Aber Vorsicht! Mit verstaubtem, langweiligem, historisch übergenauem Theater hat die
„Der Sturm“-Aufführung im Grazer Schauspielhaus bestimmt nichts zu tun. Wobei auch diese Tatsache nicht automatisch eine tolle Inszenierung bedeutet, da bei besonders modernen Regieanweisungen oft der Inhalt auf der Strecke bleibt.
Die Idee für das Bühnenbild in diesem Fall darf aber als genial bezeichnet werden, auch wenn sich hier die Geister scheiden: entweder man ist begeistert oder eben das genaue Gegenteil. Lassen Sie sich überraschen!
Die Handlung ist nun ja bereits einige hundert Jahre bekannt: Der gelehrte und von den Mächten des Okkulten faszinierte Herzog von Mailand, Prospero, wurde von seinem Bruder Antonio gestürzt und mitsamt seiner Tochter Miranda auf dem Meer ausgesetzt. Auf einer geheimnisvollen Insel gestrandet, wartet Prospero seit zwölf Jahren auf die Gelegenheit, sich an seinen Feinden zu rächen.
Dass die drei zentralen Männerrollen mit Frauen besetzt sind, war bei Shakespeare ohnehin schon immer Gang und Gebe. Neben der brillianten Sarah Sophia Meyer als Luftgeist Ariel und der, sowohl sprachlich als auch körperlich, „gewaltigen“ Julia Gräfner als Caliban, dem Inbegriff des Monsters, muss man natürlich besonders vor der Leistung der Hauptdarstellerin Barbara Petritsch, als Prospero, den Hut ziehen. Und zwar allein deswegen, weil sie sich riesigen Textumfang in dieser schwierigen Sprache nicht nur merkt, sondern ihn auch perfekt artikuliert darbietet.
Der 400. Todestag des großen Dichters wird jedenfalls gebührend gefeiert – Shakespeare wird sich bestimmt nicht im Grab umdrehen… Man sollte die Gelegenheiten, die sich den April über bieten, nutzen und dem Grazer Schauspielhaus einen Besuch abstatten!